Es war schon immer mein großer Traum, Wölfe
in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben, sie
bei der Jagd zu beobachten, zu sehen, wie sie einen
Hirsch stellen, erbeuten und schließlich fressen. Ihr
ursprüngliches, wildes Verhalten aus nächster Nähe
mitzuerleben und mit etwas Glück sogar fotografisch
festzuhalten.
Nun hatte ich tatsächlich dieses unbeschreibliche
Glück.
Noch immer kann ich kaum fassen, welche Szenen
sich vor meinen Augen abgespielt haben. Es war
intensiv, bewegend, roh und zugleich von einer tiefen
Natürlichkeit – ein Moment, der mich dem Kreislauf
des Lebens so nah gebracht hat wie nie zuvor.
Hier schenke ich euch einen kleinen Augenblick mei-
nes Traums, meines Glücks.
Und das vielleicht Schönste an dieser Geschichte
ist, dass sie nicht irgendwo in einem fernen Land
entstanden ist, an einem Ort, an dem Tiere angefüt-
tert werden, um Begegnungen wahrscheinlicher zu
machen.
Nichts war gestellt. Nichts war geplant.
Während in vielen Fällen, vielleicht in 90 oder sogar
99 Prozent, nachgeholfen wird, blieb hier alles so, wie
es die Natur vorgesehen hat.
Es war einfach ein Moment.
Ein Zusammentreffen, das man nicht erzwingen
kann.